Hautausschlag nach Süßigkeiten


(Bildquelle: Pixabay)
(Bildquelle: Pixabay)

Der kleine Kerl, der da mit seiner Mutter vor mir sitzt, hat es wirklich nicht leicht: Immer, wenn er Süßigkeiten gegessen hat, bekommt er einen juckenden Hautausschlag, so erzählt seine Mutter. Betroffen sind dann seinen Armbeugen, der Hals und der hintere Haaransatz. Er würde natürlich gerne viel mehr Süßes essen, aber der Juckreiz (und seine Mutter) halten ihn davon ab.

 

Als wir die gesamte Krankengeschichte des Jungen durchgehen, erfahre ich, dass der mittlerweile 10jährige seit seinem 8. Lebensmonat an Neurodermitis leidet. Die Neurodermitis wurde bei ihm immer schon durch Zucker, Schokolade und Fruchtsäure verschlechtert.

Nun geht man aufgrund von Studienergebnissen nicht davon aus, dass Zucker an sich bei Neurodermitikern einen vermehrten Juckreiz auslösen kann. Deswegen hake ich nach, ob dies bei dem Jungen wirklich der Fall ist. Die Mutter bestätigt mir den Zusammenhang: Kurz nach dem Essen von jeder Art von Süßigkeiten kommt der Ausschlag und der Juckreiz. Auch wenn er im Nacken schwitzt, bekommt er davon einen Ausschlag. Gegen den Hautausschlag cremt ihn seine Mutter oft mit einer lindernden Salbe ein.

Der kleine Patient ist sehr aufweckt, witzig und schlagfertig. Er will oft seine Ruhe haben, weil ihm der Trubel unter Kindern oft zu viel ist. Im Dunkeln fürchtet er sich.

Ich verschreibe ihm ein homöopathisches Arzneimittel in der C30, einmalig drei Globuli.

Einen Monat später erzählt mir die Mutter, dass der Hautausschlag zwei Tage nach Einnahme des homöopathischen Arzneimittels verschwunden ist. Und dass er mehr Süßes gegessen hat als sonst - ohne Hautausschlag!. Dafür hat er jetzt oft ziemlich heiße Füße und einen stinkenden Fußschweiß. Weil es mit dem Hautausschlag gerade so gut ist, setzen wir die Salbe ab und warten.

Beim nächsten Termin sechs Wochen später ist seine linke Armbeuge gerötet, aber der Junge ist dennoch ganz glücklich: Er hat bei einer Geburtstagsfeier ganz viel Süßes gegessen und davon keinen zusätzlichen Ausschlag bekommen! Der Fußschweiß stinkt jetzt weniger. Er bekommt nochmals das Arzneimittel in der C30, wieder drei Globuli.

 

Nach 8 Wochen - wir sind nun in der Adventszeit - ist der Ausschlag wieder da. Er hat in der letzten Zeit sehr, sehr viel Schokolade und Lebkuchen gegessen. Nun könnte man einfach sagen, dass das wohl zu viel Süßes war, deswegen selbstverständlich der Ausschlag wiederkam und der Junge einfach besser aufpassen muss. Aber ich als sein Behandler möchte ja, dass sein Organismus auf Süßigkeiten nicht mehr so anfällig reagiert! Ich bin also gar nicht zufrieden. Auffällig ist auch, dass er sehr reizbar ist und in der Schule schnell und heftig zuschlägt, wenn er veralbert oder ausgelacht wird. Ich versuche es ein letztes Mal mit diesem Arzneimittel, diesmal in der C1000, also in sehr hoher Potenz. Daraufhin wird der Ausschlag noch schlimmer und brennt sehr stark. Zusätzlich bekommt er an der Unterlippe einen blutigen Riss, der über Wochen nicht verschwindet.

 

Ich wechsle nun das Arzneimittel und daraufhin wird es endlich wieder besser: Der Hautausschlag klingt ab und der Riss in der Unterlippe verschwindet. Auch seine Reizbarkeit nimmt ab. Der Junge und seine Mutter sind zufrieden. Wir wiederholen innerhalb fünf Monaten noch zweimal sein Arzneimittel, die Besserung setzt sich fort.

 

Am Ende der Behandlung ist er insgesamt gelassener und zeigt kein auffällig aggressives Verhalten mehr - er benimmt sich einfach wie ein aufgeweckter Junge. Und, für ihn selbst ganz wichtig: Er kann Süßigkeiten essen, ohne Hautausschlag zu bekommen! Salben braucht er keine mehr. 

Zur Sicherheit vereinbaren wir nach drei Monaten noch einen Kontrolltermin: Keine Probleme mehr! Die Behandlung hat insgesamt 13 Monate gedauert.

 

Disclaimer:

 

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich Sie auf folgendes aufmerksam machen: Dieser Fallbericht gibt die reale Erfahrung eines Patienten in meiner Praxis wieder und stellt keine allgemeine Therapieempfehlung dar.  In der Wissenschaft ist Homöopathie bisher nicht als wirksame Therapie anerkannt.

Ich habe mich als Homöopath und Diplom-Physiker eingehend mit der wissenschaftlichen Forschung und der Studienlage zur Homöopathie beschäftigt. Die Forschungsergebnisse sind aus physikalischer Sicht hochinteressant, medizinisch jedoch nicht eindeutig - medizinische Studien erbringen leider immer nur Wahrscheinlichkeits-Ergebnisse. Diese Ergebnisse fallen zwar nach meiner Beurteilung zugunsten der Homöopathie aus. Dennoch gilt die Homöopathie weiterhin als reine Erfahrungsmedizin und ist keine allgemein anerkannte Heilmethode im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin.

Sollten Sie an einer - nach heutigen Standards als wirksam anerkannten - sogenannten schulmedizinischen Therapieform interessiert sein, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Sind Sie an einem erfahrungsmedizinischen Weg interessiert - gerne auch als Ergänzung zu einer schulmedizinischen Therapie -, stehe ich Ihnen mit all meiner Erfahrung und Fachkenntnis gerne zur Seite.