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"Ich würde ja nie zum Heilpraktiker gehen"


(Bildquelle: Robin Higgins auf Pixabay)
(Bildquelle: Robin Higgins auf Pixabay)

"Heilpraktiker sind gefährlich". "Heilpraktiker sind Scharlatane". "Den Heilpraktiker muss man abschaffen".

 

Heilpraktiker hatten einmal einen sehr guten Ruf. Doch Sätze wie oben findet man in den Medien in den letzten Jahren immer öfter - es wird zunehmend Schlechtes über Heilpraktiker geschrieben. Das meiste davon ist schlicht falsch oder grob verzerrt dargestellt, aber die ständige Berieselung mit diesen Botschaften wirkt dennoch auf das Publikum. Wie sich das in den Köpfen von Patientinnen und Patienten festsetzt, konnte ich vor kurzem in einem Gespräch erleben:

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Fallbeispiel: Colitis ulcerosa


(Bildquelle: geralt auf Pixabay)
(Bildquelle: geralt auf Pixabay)

Der Patient ist noch nicht ganz 60 Jahre alt und leidet an Colitis ulcerosa, einer chronischen Darmentzündung ähnlich Morbus Crohn. Vor 13 Jahren hatte er seinen ersten Schub. Damals halfen die Medikamente seines Arztes noch recht gut, aber jetzt, im aktuellen Schub, helfen sie kaum mehr. Auf einen Tipp hin möchte er es deswegen mit Homöopathie versuchen.

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Ihr Arzt hat keine Zeit für Sie? Dann gehen Sie zum Heilpraktiker!


(Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay)
(Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay)

Was die Industrialisierung der Medizin für Sie bedeutet und was Sie tun können

 

Die Medizin - ein Hort der Menschlichkeit, des Füreinander-Sorgens, der tiefen Heilung. Der gutaussehende Arzt, der Ihnen wohlwollend und interessiert zuhört, stets zugewandt, voller Empathie. Die sympathische Ärztin, die sich mit gewissenhaftem und einfühlsamem Nachfragen ein Bild machen will von Ihrer Lage, Ihrem Leiden, und mit Ihnen nach Lösungen und nach der bestmöglichen Behandlung sucht...


Schon gut, ich höre ja schon auf damit... zurück zur Realität:

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Fallbeispiel: Kindliches Einnässen


(Bildquelle: Anita S./mintchipdesigns auf Pixabay)
(Bildquelle: Anita S./mintchipdesigns auf Pixabay)

Einnässen ist nicht nur für Erwachsene ein eher peinliches Thema, sondern auch für Kinder. Vor allem für den 10-jährigen Jungen, der mit seiner Mutter hier in der Praxis sitzt - ich sehe ihm deutlich an, dass er sich am liebsten ganz schnell aus dem Staub machen möchte. Er sieht recht aufgeweckt aus, sportlich und braungebrannt, und erzählt mir ganz viel über's Fußballspielen und andere Sportarten, die er treibt, nur um nicht über das Einnässen reden zu müssen.

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Chronische Gastritis mit wiederkehrender Übelkeit


(Bildquelle: Pixabay)
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Der Patient ist ein junger Mann Anfang 20, er wirkt sportlich und macht einen recht aufgeräumten Eindruck. Er erzählt mir, dass er mit dem Magen zu tun hat und dass ihn dies stark beeinträchtigt.

Es begann vor etwa einem Jahr: Er hatte trainiert und deswegen stark geschwitzt, war dann aber nicht gleich zum Duschen gegangen, sondern noch eine Weile verschwitzt dagesessen. Dabei hatte er sich wohl verkühlt. Vom Sport hungrig, hatte er dann eine ordentliche Portion Pommes gegessen. Danach wurde ihm übel und er musste einige Male erbrechen. Einmal war das Erbrochene teilweise schwarz, was auf eine Blutung hindeutete, aber er hatte das nicht so ernst genommen.

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Werden für die Entwicklung homöopathischer Medikamente Tierversuche durchgeführt?


(Bildquelle: Pixabay)
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Ganz klar: Nein! Keine Tierversuche.

Es gehört zum Grundprinzip der Homöopathie nach Hahnemann, dass die homöopathischen Arzneimittel an freiwilligen, gesunden Menschen getestet werden. Im Fachjargon nennt man das eine "homöopathische Arzneimittelprüfung". Bei so einer Arzneimittelprüfung bekommen die Freiwilligen die Substanz verabreicht, die man testen will, und zwar meist in Hochpotenz und in mehreren Dosen.

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Fallbeispiel: Reizdarm nach Antibiotika


(Bildquelle: Pixabay)
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Das Reizdarm-Syndrom kann viele Ursachen haben, zum Beispiel chronischen Stress, falsche Ernährung oder eine gestörte Darmflora. Betroffene klagen typischerweise über Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung oder beides im Wechsel, einige auch über Kopfschmerzen und Müdigkeit. Sie sehen: Das sind keine besonders spezifischen Symptome. Sie können auch bei anderen Krankheiten häufig vorkommen. Daher wird die Diagnose "Reizdarm" meist erst dann gestellt, wenn andere Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen werden konnten.

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Was ist der Unterschied zwischen klinischer Homöopathie und klassischer Homöopathie?


(Bildquelle: Pixabay)
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oder:

Warum ich keine klinische Homöopathie mache, sondern Klassische Homöopathie

 

Den Ausdruck "Klassische Homöopathie" haben viele schon gehört - aber was bitte ist "Klinische Homöopathie"? Wenn Sie nach einem Sturz einen dicken, schmerzhaften Bluterguss haben, danach Arnica-Globuli nehmen und der Bluterguss daraufhin ungewöhnlich schnell verschwindet, dann haben Sie erfolgreich klinische Homöopathie betrieben. Bei klinischer Homöopathie verschreibt man ein Homöopathikum im Grunde auf eine Diagnose bzw. Krankheit, in diesem Fall auf eine "Prellung mit Bluterguss". Das funktioniert mit Arnica tatsächlich erstaunlich gut, weil sich in der mittlerweile über 200jährigen Erfahrung mit diesem homöopathischen Arzneimittel gezeigt hat, dass es einen sehr ausgeprägten Bezug zu Blut, Blutgefäßen und Prellungsschmerz hat.

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Hautausschlag nach Süßigkeiten


(Bildquelle: Pixabay)
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Der kleine Kerl, der da mit seiner Mutter vor mir sitzt, hat es wirklich nicht leicht: Immer, wenn er Süßigkeiten gegessen hat, bekommt er einen juckenden Hautausschlag, so erzählt seine Mutter. Betroffen sind dann seinen Armbeugen, der Hals und der hintere Haaransatz. Er würde natürlich gerne viel mehr Süßes essen, aber der Juckreiz (und seine Mutter) halten ihn davon ab.

 

Als wir die gesamte Krankengeschichte des Jungen durchgehen, erfahre ich, dass der mittlerweile 10jährige seit seinem 8. Lebensmonat an Neurodermitis leidet. Die Neurodermitis wurde bei ihm immer schon durch Zucker, Schokolade und Fruchtsäure verschlechtert.

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Patient mit stechenden Rückenschmerzen


(Bildquelle: Pixabay)
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Ein Mann um die 30 betritt mein Behandlungszimmer. Er schüttelt mir auf sehr förmliche Art die Hand und macht generell einen sehr korrekten, fast etwas steifen Eindruck. Auch nachdem er sich gesetzt hat, wirkt seine Haltung sehr steif.

 

Er berichtet, dass er seit Monaten an sehr starken Rückenschmerzen leidet: Die Schmerzen kommen plötzlich und sind stechend. Das Zentrum der Schmerzen sitzt im unteren Rücken, ausstrahlend ins Becken und bis in die unteren Rippen. Besonders weh tut es, wenn er sich bückt oder den Rücken nach hinten überstreckt.

 

 

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Kann man sich parallel schulmedizinisch und homöopathisch behandeln lassen?


(Bildquelle: Pixabay)
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Ja, das ist möglich. In meiner Praxis kommt dies sogar relativ häufig vor: Patienten befinden sich bereits seit einer Weile in konventioneller Behandlung und wollen noch parallel dazu eine homöopathische Behandlung.

 

Das hat Vorteile: So ist die schulmedizinische Diagnostik auch für den Homöopathen hilfreich, denn sie liefert "harte Fakten" in Form von Untersuchungs-ergebnissen und Laborberichten. Zudem bieten konventionelle Medikamente gerade bei sehr belastenden oder krisenhaften Erkrankungen die Möglichkeit, die Symptome erst mal in den Griff zu bekommen und sich so für die Suche nach dem passenden homöopathischen Arzneimittel Zeit zu verschaffen.

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Patientin mit heftigen Regelschmerzen


(Bildquelle: Pixabay)
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Ein Fall von Dysmenorrhoe

 

Eine junge Frau betritt mein Behandlungszimmer, 25 Jahre alt. Sie berichtet von schlimmen Regelschmerzen: Bei etwa jeder zweiten Regel bekommt sie im Unterleib heftige Krämpfe, die sie bis in die Oberschenkel und den Magen spürt. Das ist so schmerzhaft, dass sie erbrechen muss und ihr Kreislauf sehr instabil wird. Nach den Krämpfen hat sie dann einen Muskelkater.

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Globuli sind keine Bonbons


(Bildquelle: Pixabay)
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Wieder einmal erfolgt ein Angriff auf die Homöopathie, diesmal von der Verbraucherschutzbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mechthild Heil: Frau Heil tut in einer Pressemitteilung kund, dass sie die Apothekenpflicht für Homöopathika abschaffen und deutsche Bezeichnungen für die Inhaltsstoffe homöopathischer Arzneimittel einführen will. Ihre Begründung lautet, kurz gefasst, dass die Apothekenpflicht eine Wirksamkeit suggeriere, die es nicht gebe, und lateinische Bezeichnungen nicht zeitgemäß seien.

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Heilpraktiker dürfen nicht alles - wie der Heilpraktikerberuf gesetzlich geregelt ist


In jedem Beruf gibt es schwarze Schafe, die sich in einer Art verhalten, dass Menschen zu Schaden kommen. Das ist bei den Ärzten und den Heilpraktikern leider nicht anders. Deswegen gibt es Gesetze. Sie regeln, wie so ein Beruf ausgeübt werden muss und schaffen die Voraussetzung dafür, dass fahrlässiges oder vorsätzliches Fehlverhalten bestraft wird.
 
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Kindliche Schlafstörungen


Immer mehr Kinder leiden unter Schlafproblemen. Zwar gehört nächtliches Aufwachen zum normalen Schlafverhalten im Kindesalter, doch häufig sind schon Babys und Kleinkinder von ausgeprägten Schlafstörungen betroffen. Diese sind nicht nur für ihre Gesundheit schädlich, sondern auch für die Familien sehr belastend. Schlafrituale und ein fester Schlaf-Wachrhythmus sind dann wichtig für Kind und Eltern.
 
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Negative Studie zur Homöopathie manipuliert?


Im Jahr 2015 wurde im Auftrag der australischen Regierung eine große Untersuchung zur Homöopathie durchgeführt. Das Ergebnis fiel negativ aus: demnach würde Homöopathie unter keinen Umständen wirken. In den deutschen Medien wird seitdem diese Studie recht häufig zitiert. Was jedoch nicht erwähnt wird: Die Untersuchung scheint in grober Weise manipuliert gewesen zu sein. Das behauptet das Homeopathy Research Institut (HRI) in London, das genau untersucht hat, wie die Studie durchgeführt wurde.

 

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Acht Gründe, warum wir Heilpraktiker brauchen


Bildquelle: Pixabay
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In der aktuellen Diskussion um die Neuregelung des Heilpraktiker-Berufs werden von einigen Politikern und Journalisten hauptsächlich die Risiken betont, die man meinem ganzen Berufsstand unterstellt und die es per Gesetz einzudämmen gälte. Die Versicherungsstatistiken bestätigen diese unterstellten Risiken übrigens nicht, ganz im Gegenteil: sie spiegeln ein sehr geringes Risiko von Heilpraktikerbehandlungen wider. Ein Vergleich mit den ärztlichen Statistiken ist sehr aufschlussreich.

 

Was in der ganzen Diskussion aber komplett fehlt, das sind die Gründe, warum Heilpraktiker für die Medizin und für die Patienten wichtig und vorteilhaft sind!

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Seid sparsamer mit Globuli!


Bildquelle: Pixabay
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Es ist Nachmittag, ich fahre im ICE nach Nürnberg. Draussen zieht die sommerliche Landschaft vorbei, hier drinnen ist es unangenehm kühl - wohl um die Fahrgäste schön frisch zu halten. Mir gegenüber sitzt eine junge Mutter mit ihrem Baby auf dem Arm, ich schätze es auf ein Alter von etwa fünf Monaten. Die Mutter ist adrett gekleidet, sehr gepflegt, und ich denke: Welchen Aufwand muss eine junge Mutter wohl treiben, um trotz der Erfordernisse, die ein kleines Kind mit sich bringt, trotz  verschmierter Baby-Breie, voller Windeln, Waschen, Putzen, Füttern usw. so tip-top auszusehen?

 

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Zur Berichterstattung über den Tod von drei Krebspatienten am "Biologischen Krebszentrum Bracht"


(Bildquelle: Pixabay)
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Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Besucher*innen dieses Blogs,
aus aktuellem Anlass möchte ich hier ein sehr ernstes Thema aufgreifen, das vielleicht auch Sie dahingehend verunsichert hat, wie das denn nun ist mit der Sicherheit oder Gefährlichkeit von Heilpraktiker-Behandlungen. Die Berichterstattung zum Thema finde ich missverständlich und in Teilen tendenziös, und das möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Aber von vorne, es geht um Folgendes:

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Homöopathie - so gut wie Schulmedizin?


Bildquelle: Pixabay
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Als Homöopath ist man daran gewöhnt, dass in den Medien immer wieder behauptet wird, es gebe keinen wissenschaftlichen Beleg für die Wirkung der Homöopathie. Man ist daran gewöhnt, dass sich dort immer wieder dieselbe Handvoll von Wissenschaftlern zu Wort meldet, die die Homöopathie als wissenschaftlichen Unsinn abtun. Man könnte manchmal meinen, die gesamte Wissenschaft sei gegen die Homöopathie eingestellt.
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