
Überarbeitet am 24.07.2026
Wenn eine Gastritis einfach nicht weggehen will, trotz Pantoprazol oder anderer Medikamente, kann einen das zur Verzweiflung bringen. Wer diesen Artikel liest, weiß wahrscheinlich, was ich meine.
Meine Erfahrung zeigt: In vielen Fällen kann es sich lohnen, auf andere Weise an diese Erkrankung heranzugehen. Hier das Beispiel eines jungen Mannes, der eines Nachmittags in meine Regensburger
Praxis kam...
Damit fing es an: Übelkeit und Erbrechen
Der junge Mann ist Anfang 20. Er wirkt sportlich und macht einen recht aufgeräumten Eindruck. Er erzählt mir, dass er mit dem Magen zu tun hat und dass ihn dies stark beeinträchtigt.
Es begann vor etwa einem Jahr: Er hatte trainiert und deswegen stark geschwitzt, war dann aber nicht gleich zum Duschen gegangen, sondern noch eine Weile verschwitzt dagesessen. Er vermutet, dass
er sich dabei verkühlt hat. Vom Sport hungrig hatte er dann eine ordentliche Portion Pommes gegessen. Danach wurde ihm übel und er musste einige Male erbrechen. Einmal war das Erbrochene
teilweise schwarz. Das deutete auf eine Blutung hin, aber er hatte das nicht so ernst genommen.
Er ist damals nicht zum Arzt gegangen, denn es schien ihm eine einmalige Episode gewesen zu sein.
Gastritis: Aus akut wird chronisch
Einige Monate später kam die Übelkeit zurück, immer wieder. Nach einer Feier mit reichlichem Essen schließlich blieb die Übelkeit dauerhaft. Dazu kam ein Stechen unter dem rechten Rippenbogen.
Nun ging er doch zum Arzt. Der verschrieb ihm den Säureblocker Pantoprazol und Metoclopramid gegen das Erbrechen. Für drei Tage verschwanden die Beschwerden zwar, kamen dann aber wieder.
Eine anschließende Magenspiegelung ergab, dass er eine mittlerweile abgeheilte akute Gastritis Typ B hatte, nun aber eine chronische Gastritis. Das Bakterium Helicobacter pylori war nicht mehr nachweisbar. Daraufhin verdoppelte sein Arzt die
Pantoprazol-Dosis. Die meisten Beschwerden besserten sich danach innerhalb einer Woche. Aber die Übelkeit wollte einfach nicht mehr weggehen.
Das geht jetzt bald schon zwei Monate so.
Seine Freundin hatte ihm kürzlich vorgeschlagen, es mal auf einem anderen Weg zu versuchen und seine Gastritis mit Homöopathie behandeln zu lassen. Deshalb war er nun hier.

Das ganze Leben leidet, wenn die Gastritis nicht weggeht
Ich frage den jungen Mann nach seinen aktuellen Symptomen. Er erzählt:
Die Übelkeit tritt immer am Wochenende auf, teilweise mit Schüttelfrost. Das belastet ihn auch insofern sehr, weil er deswegen kaum mit Freunden ausgehen kann. Vor dem Frühstück ist ihm schlecht
und er hat Bauchweh. Essen hilft zwar dagegen, aber danach hat er ein Völlegefühl und Blähungen. Wenn er gestresst ist oder wenn er beim Sport schwitzt und dann abkühlt, wird ihm ebenfalls
schlecht. Wenn er Erbrechen muss, dann hat er dabei Schweißausbrüche und Schüttelfrost, manchmal auch ein Brennen im Bauch. Auch beim Busfahren leidet er an Übelkeit und hat dabei das merkwürdige
Gefühl, als ob in seinem Bauch alle Organe durcheinanderfallen würden. Er hat aber mehr Hunger als früher, möchte gerne große Portionen essen. Gegen Sahne hat er eine Abneigung, die kann er nicht
mal runterschlucken. Zusätzlich leidet er an Heuschnupfen, das aber schon lange.
Schon während ich ihm zuhöre, fallen mir einige Merkwürdigkeiten auf: Warum tritt die Übelkeit immer nur am Wochenende auf? Ist er vielleicht am Ende der Woche nervlich so erschöpft? Die ganze
Magengeschichte könnte generell etwas mit den Nerven zu tun haben, schließlich wird ihm auch bei Stress schlecht. Und was bedeutet der Schüttelfrost, der während der Übelkeit auftreten kann? Das
klingt fast nach einer Art von Fieber. Und dann diese seltsame Empfindung, seine Organe würden durcheinanderfallen. Das könnte wieder mit den Nerven zusammenhängen.
Auf Nachfrage zeigt sich, dass er insgesamt eher nervös ist. Gerade vor neuen Situationen ist er immer sehr angespannt.
Ich verschreibe ihm eine Einmalgabe eines homöopathischen Arzneimittels (drei Globuli in der C200), das sowohl die Magenbeschwerden als auch seine Nervosität abdeckt, denn die scheint mir hier
eine wichtige Rolle zu spielen.

Wenn Gastritis nicht weggeht: Erfahrung mit Homöopathie
Im Folgegespräch nach 4 Wochen erzählt mir der junge Mann, dass er nach der Einnahme des Mittels noch einige Tage mit Übelkeit und Appetitlosigkeit zu kämpfen hatte, dass es aber seitdem
kontinuierlich besser wurde.
Insgesamt haben die Beschwerden nach seiner Einschätzung um etwa 50 Prozent nachgelassen: Er hat nur noch Anflüge von Übelkeit, gar keine Übelkeit mehr beim Busfahren, bei nüchternem Magen fast
kein Bauchweh und die Blähungen sind nahezu verschwunden.
Das ist ein guter Verlauf: Ich gebe ihm vorerst kein weiteres Arzneimittel, sondern wir warten ab.
Nach weiteren 4 Wochen ist er sehr zufrieden: Meist denkt er gar nicht mehr an die Beschwerden, sie sind zu 95 Prozent verschwunden. Sein Magen ist zwar noch etwas nervös und er muss aufpassen,
sich nicht zu überessen. Aber ansonsten hat er keine Übelkeit und kein Bauchweh mehr. Vor kurzem hat er sogar Sahnetorte gegessen - sowas hätte er bis vor kurzem gar nicht runtergekriegt! - und
ihm wurde davon natürlich schlecht. Aber auch das ging wieder weg.
Er hat das Gefühl, dass seine alte Stärke wiedergekommen ist. Sogar der Heuschnupfen ist weg, obwohl wir gerade starken Pollenflug haben.
Der junge Mann war sehr zufrieden mit dem Behandlungsergebnis. Die Behandlung hatte 2 Monate gedauert.
Ich durfte in meiner Praxis eine ganze Reihe von Patientinnen und Patienten wegen hartnäckiger Gastritis homöopathisch behandeln. Meine Erfahrungen dazu sind größtenteils gut. Bei manchen
verschwanden die Beschwerden schneller als bei diesem jungen Mann, bei anderen dauerte es länger. Und bei manchen schlug meine Behandlung leider nicht an.
Vielleicht haben Sie sich in der Geschichte dieses jungen Mann an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt. Wenn Ihre Gastritis trotz Behandlung einfach nicht besser wird und Sie sich über
eine > homöopathische Behandlung informieren möchten, können Sie mich gerne kontaktieren.
Wann Sie eine Gastritis ärztlich abklären lassen sollten
Eine Gastritis ist meist gut behandelbar. Suchen Sie jedoch ärztliche Hilfe, wenn Sie
- Blut erbrechen oder schwarzen Stuhl bemerken,
- starke oder plötzlich zunehmende Bauchschmerzen haben,
- hohes Fieber entwickeln,
- ungewollt deutlich an Gewicht verlieren,
- oder Ihre Beschwerden trotz Behandlung über längere Zeit bestehen bleiben oder immer wiederkehren.
Gute, allgemeinverständliche Informationen zur Gastritis finden Sie bei Gesundheitsinformation.de.
Autor: Markus Dankesreiter, Heilpraktiker in Regensburg & Diplom-Physiker
Praxis seit 2012
Spezialisiert auf Klassische Homöopathie, Genuine Homöopathie, Predictive Homoeopathy
Homöopathiezertifikat Nr. 1081 der SQhT (Stiftung für Qualität in der homöopathischen
Therapie)
Aktives Mitglied Nr. 2157 des VKHD (Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)
Mehr über den Autor: > Über mich und > Fachlicher Hintergrund
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