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Fallbeispiel: Kindliches Einnässen


(Bildquelle: Anita S./mintchipdesigns auf Pixabay)
(Bildquelle: Anita S./mintchipdesigns auf Pixabay)

Einnässen ist nicht nur für Erwachsene ein eher peinliches Thema, sondern auch für Kinder. Vor allem für den 10-jährigen Jungen, der mit seiner Mutter hier in der Praxis sitzt - ich sehe ihm deutlich an, dass er sich am liebsten ganz schnell aus dem Staub machen möchte. Er sieht recht aufgeweckt aus, sportlich und braungebrannt, und erzählt mir ganz viel über's Fußballspielen und andere Sportarten, die er treibt, nur um nicht über das Einnässen reden zu müssen.

Es passiert ihm seit etwa einem Jahr, dass er mehrmals pro Monat ins Bett macht. Einen organischen Grund scheint es aktuell nicht zu geben, auch keine Probleme in der Familie oder in der Schule, die das erklären könnten.

Allerdings hatte er als Baby Probleme mit den Nieren. Welche Probleme genau das waren, kann mir die Mutter nicht sagen. Ich versuche, Genaueres über das Einnässen zu erfahren, was nicht so leicht ist, weil er die Tatsachen vor lauter Peinlichkeit ein bisschen schönt und die Mutter ihn deswegen immer wieder berichtigt.

Was neben dem Bettnässen auffällig ist: Seit einiger Zeit sind seine Beine merkwürdig steif und er humpelt leicht. Und immer wieder klagt er über Schmerzen in der Kniekehle. Der Arzt hatte nichts finden können.

Insgesamt ist er ein gesunder, sehr sportlicher Junge, der gerne mal den Boss spielt. In der Schule ist er mittelgut - nur beim Schreiben lässt er immer wieder Buchstaben weg.

Sein Wunsch ist nun, dass das Bettnässen ganz schnell verschwindet, weil er bald mit seiner Klasse ins Schullandheim fahren will und es für ihn ganz schlimm wäre, wenn es ihm dort passieren würde. Ich tue natürlich mein Bestes und verschreibe ihm ein homöopathisches Arzneimittel, 3 Globuli als Einmalgabe.

Der weitere Verlauf war so: Nach der Einnahme der Globuli wurde das Bettnässen schnell seltener, nach drei Monaten war es ganz verschwunden. Er konnte problemlos ins Schullandheim mitfahren. Die Steifigkeit in den Beinen und die Schmerzen in der Kniekehle waren allerdings hartnäckiger: Wir mussten das Arzneimittel noch dreimal wiederholen. Nach wenigen Monaten traten dann auch diese Probleme nicht mehr auf.


Disclaimer:

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich Sie auf folgendes aufmerksam machen: Dieser Fallbericht gibt die reale Erfahrung eines Patienten in meiner Praxis wieder und stellt keine allgemeine Therapieempfehlung dar. In der Wissenschaft ist Homöopathie bisher nicht als wirksame Therapie anerkannt.

Ich habe mich als Homöopath und Diplom-Physiker eingehend mit der wissenschaftlichen Forschung und der Studienlage zur Homöopathie beschäftigt. Die Forschungsergebnisse sind aus physikalischer Sicht hochinteressant, medizinisch jedoch nicht eindeutig - medizinische Studien erbringen leider immer nur Wahrscheinlichkeits-Ergebnisse. Diese Ergebnisse fallen zwar nach meiner Beurteilung zugunsten der Homöopathie aus. Dennoch gilt die Homöopathie weiterhin als reine Erfahrungsmedizin und ist keine allgemein anerkannte Heilmethode im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin.

Sollten Sie an einer - nach heutigen Standards als wirksam anerkannten - sogenannten schulmedizinischen Therapieform interessiert sein, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Sind Sie an einem erfahrungsmedizinischen Weg interessiert - gerne auch als Ergänzung zu einer schulmedizinischen Therapie -, stehe ich Ihnen mit all meiner Erfahrung und Fachkenntnis gerne zur Seite.