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Patientin mit heftigen Regelschmerzen


Zweig mit Dornen
(Bildquelle: Pixabay)

Ein Fall von Dysmenorrhoe

 

Eine junge Frau betritt mein Behandlungszimmer, 25 Jahre alt. Sie berichtet von schlimmen Regelschmerzen: Bei etwa jeder zweiten Regel bekommt sie im Unterleib heftige Krämpfe, die sie bis in die Oberschenkel und den Magen spürt. Das ist so schmerzhaft, dass sie erbrechen muss und ihr Kreislauf sehr instabil wird. Nach den Krämpfen hat sie dann einen Muskelkater.

Ich frage sie, seit wann sie denn diese heftigen Beschwerden hat. Ihre Antwort: Etwa seit 13 Jahren, also schon seit Ihrer Pubertät. Ihre Regel kommt recht unregelmäßig, oft zu spät und bleibt manchmal ganz aus. Ihr fällt auf, dass sie in der Zeit vor und nach der Regel immer besonders starken Hunger hat.

 

Ich befrage sie auch nach weiteren Beschwerden, die nichts mit den Menstruationsbeschwerden zu tun haben. Sie erzählt, dass sie sehr leicht blaue Flecken bekommt. Sie weiß oft gar nicht, wo sie sich die wieder geholt hat, denn sie hat sich nirgendwo stark gestoßen. Außerdem scheint ihr Immunsystem geschwächt zu sein, denn sie ist häufig erkältet. Ihre Stimme bleibt ihr öfter mal weg, auch ohne Erkältung. Generell kann sie Kälte nicht gut tolerieren, sie friert recht leicht.

 

Weitere Symptome können wir nicht finden, also frage ich sie, was sie denn für ein Mensch sei:

 

Sie ist sehr offen, tut sich leicht, mit anderen in Kontakt zu gehen - das habe ich schon bemerkt, als sie anfangs zur Tür hereinkam und sofort sehr herzlich auf mich zukam. Sie ist kreativ und unternimmt gerne was Neues, am liebsten mit anderen zusammen. Dabei ist sie empfindsam, nimmt sich Dinge leicht zu Herzen und schnappt jede Stimmung im Raum auf. Zwischenmenschliche Spannungen hält sie nicht gut aus, sie versucht dann, zu vermitteln. Langeweile mag sie gar nicht. Vor Katzen hat sie Angst, an ein unangenehmes Erlebnis mit Katzen kann sie sich nicht erinnern.

 

Die Patientin bekommt von mir ein homöopathisches Arzneimittel, drei Globuli in einer einzigen Gabe.

 

Im Laufe der nächsten drei Folgetermine verringerten sich die Regelschmerzen kontinuierlich und deutlich. Ihre Neigung zu blauen Flecken nahm ab und sogar die Angst vor Katzen verschwand! Sie fühlte sich fitter, belastbarer und konnte sich auch bei konfliktgeladener Atmosphäre für ihre eigenen Belange besser einsetzen. Als nach einigen Wochen die blauen Flecke wieder mehr werden, wiederholen wir das Arzneimittel noch einmal.

 

Bei einem Kontrollbesuch drei Monate später berichtet sie: keinerlei Regelbeschwerden mehr! Die Menstruation kommt regelmäßig, verläuft ohne nennenswerte Schmerzen. Blaue Flecke bekommt sie jetzt nur noch, wenn sie sich wirklich heftig anstößt, und sie erzählt sogar, dass sie in letzter Zeit gar keine Erkältungen mehr hatte. Sie fühlt sich insgesamt kräftiger als früher und deutlich belastbarer.


Hinweis:
Dieser Fallbericht gibt die reale Erfahrung einer Patientin in meiner Praxis wieder und stellt keine allgemeine Therapieempfehlung dar. In der Wissenschaft ist Homöopathie bisher nicht als wirksame Therapie anerkannt. Bitte hier weiterlesen...